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Impressionen einer Kreuzfahrt zu Weihnachten im östlichen Mittelmeer mit der MSC Fantasia

Beitrag vom 03. Juni 2014 – Lars Lakomski

Weihnachts-Kreuzfahrt mit der MSC FantasiaEigentlich hatten wir für den Dezember keinen Kreuzfahrt-Urlaub geplant. Aber wie es manchmal halt so passiert, besondere Angebote sorgen für Ausnahmen. Und zwei Wochen vor Start der Kreuzfahrt trauten wir unseren Augen kaum. Von einem Tag auf den anderen kostete eine Balkonkabine auf der MSC Fantasia nur noch 639,- Euro und das für eine Kreuzfahrt mit 11 Nächten im östlichen Mittelmeer. Auch die freundlichen Mitarbeiter von unserem Reisebüro e-hoi waren über diesen Sonderpreis sehr überrascht und glaubten am Anfang noch an einen Fehler im Buchungssystem.

Aber es war kein Fehler und diesmal hatte sich unser geduldiges Warten auf das Lastminute-Kreuzfahrt-Angebot wirklich gelohnt. Und da wir zu Weihnachten nichts Besseres vorhatten, schlugen wir kurzerhand zu und buchten diese Kreuzfahrt. Wir hatten diesmal sogar noch die Möglichkeit, uns aus dem Restkontingent eine Balkonkabine auf Deck 12 auszusuchen. Das ist auch eher ungewöhnlich, bei anderen Reedereien bekommt man meistens irgendeine Kabine zugewiesen. Wir haben die Auswahlmöglichkeit genutzt und uns für eine Kabine im Heck des Schiffes entschieden, denn dadurch war der Weg zum Buffet-Restaurant nur 2 Treppen weit entfernt. Gerade morgens möchten wir möglichst schnell zum Frühstücks-Buffet kommen. Besonders an Tagen, an denen man Ausflüge gebucht hat, zählt morgens ja jede Minute, zumindest bei uns, die wir gerne mal etwas länger schlafen :-)

Nachfolgend möchte ich Euch über unsere Eindrücke von dieser Kreuzfahrt – die für manchen Urlauber vielleicht zu einer eher ungewöhnlichen Zeit stattgefunden hat – berichten.

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Bustransfer zu unserem Kreuzfahrtschiff

Da es für uns der kostengünstige Weg ist, von Frankfurt nach Genua zu kommen, haben wir einen Bustransfer gebucht. Bei MSC Kreuzfahrten findet dieser Bus-Transfer in der Regel mit einer Übernachtung in einem Hotel entweder in der Schweiz oder in Italien statt. Das verlängert nicht nur den Transfer zum Schiff, sondern sorgte in unserem Fall für einen Fahrpreis von 185,- Euro pro Person. Leider ist das Hotel vor Abfahrt nicht bekannt und so kann es auch passieren, dass man in einem nicht so tollen Hotel landet. In unserem Fall gab es im Hotel am Abend zum Beispiel nur einen Teller Nudeln mit etwas Soße für 10,- Euro. Zum Glück hatte der Supermarkt um die Ecke noch geöffnet, sodass sich einige Reisende, wie auch wir, dort für den Abend versorgten. Wir finden Bus-Transfers, die einen ohne Übernachtung oder mit maximal einer Übernachtung zum Hafen bringen, einfach besser. Zum einen ist die Transferzeit deutlich kürzer und zum anderen fallen die Kosten für die zusätzliche Übernachtung weg. Das Hotel war – abgesehen von der Verpflegung – ok für eine Nacht. Wenn man das Geld für einen Transfer per Flug über hat, sollte man diese Möglichkeit für eine Kreuzfahrt ab Genua allerdings ernsthaft in Betracht ziehen.

Angekommen in Genua, geht’s gleich zur Einschiffung

Weihnachts-Kreuzfahrt mit der MSC FantasiaEinmal angekommen im Hafen von Genua, geht es vom Ausstieg aus dem Bus recht fix, bis man das Schiff betritt. Alles war gut organisiert, sodass der Check-in-Vorgang sehr schnell vonstattengeht. In unserem Fall dauerte es knapp 30 Minuten. Da es unsere erste Kreuzfahrt mit der MSC Fantasia war, haben wir gleich mal angefangen, das Schiff etwas zu inspizieren. Und weil es inzwischen kurz vor Mittag war, zog es uns als Erstes in das Buffet-Restaurant auf Deck 13. Und ja, verhungern kann man bei dieser Auswahl an verschiedenen Speisen auf keinen Fall :-) Auch die Kellner waren sofort zur Stelle, um unsere Getränkebestellung entgegenzunehmen.

Erster Eindruck von der MSC Fantasia

Vom Essen ein wenig gestärkt, ging es jetzt zu einer ersten Runde auf den Außendecks. Dort fiel uns gleich der große offene Pool-Bereich auf, der schon sehr beeindruckend ist. Auch gibt es genügend Bars im Außenbereich, sodass man nicht ewig laufen muss, wenn man sich dort aufhält und einen plötzlich der Durst überkommt.

Weihnachts-Kreuzfahrt mit der MSC FantasiaNatürlich war das Kreuzfahrtschiff zur Weihnachtszeit entsprechend geschmückt. An vielen Ecken konnte man Weihnachtsbäume und weiteres Weihnachtsdekor sehen. Zudem trugen fast alle Mitarbeiter weihnachtliche Zipfelmützen. Uns war das fast schon etwas zu viel an Weihnachtsdekoration, aber es gab auch Passgiere, denen war das noch zu wenig an Ausschmückung. Aber wie das halt so ist, man kann es nicht immer allen Passagieren recht machen. Da wir nicht unbedingt die extremen Weihnachtsmenschen sind, fanden wir die vorhandene Dekoration vollkommen ausreichend.

Unser Eindruck vom Kreuzfahrtschiff MSC Fantasia war sehr positiv. Wir konnten uns weder über die Verpflegung noch über die anderen Dienstleitungen an Bord beklagen. Besonders wenn man bedenkt, dass wir diese Kreuzfahrt zum Schnäppchenpreis gemacht haben. Lediglich die Abendshows waren uns ein wenig zu sehr von Musik-Darbietungen geprägt. Aber das ist natürlich Geschmackssache und andere Fahrgäste fanden das wiederum gut.

Das Wetter war durchgehend top auf unserer Kreuzfahrt. Aber das wir wirklich jeden Tag Sonnenschein mit zum Teil über 20 Grad hatten, war mit etwas Glück verbunden. Gerade im Dezember gibt es auch im Mittelmeer ein paar kühlere Tage mit Regen. Aber wer sich zum Beispiel hier kurz vor Start der Kreuzfahrt über die aktuelle Wettersituation informiert, kann zumindest die passende Kleidung einpacken und wird nicht gänzlich vom Wetter auf seiner Kreuzfahrt überrascht.

Erste Station: Katakolon in Griechenland

Weihnachts-Kreuzfahrt mit der MSC FantasiaDa dies nicht unsere erste Kreuzfahrt war und Katakolon fast immer auf der östlichen Route durch das Mittelmeer angefahren wird, haben wir keinen Ausflug gebucht. Aber wer zum ersten Mal hier haltmacht, sollte natürlich auf jeden Fall Olympia mit dem Museum besuchen. Aus Neugier und weil wir auch schon den Strand in Katakolon ein paar Mal abgelaufen sind, haben wir eine 45-minütige Fahrt mit der Bimmel-Bahn gemacht. Sie fährt einen etwas durch Katakolon und am Ende hält die Bahn kurz an, damit man ein paar Bilder von einer kleinen Bucht machen kann. Ist sicherlich kein Muss diese Fahrt, aber wir wollten diesmal was anderes sehen als nur den Strand :-)

Zweite Station: Kreta die größte griechische Insel

Weihnachts-Kreuzfahrt mit der MSC FantasiaEs gab zwar ein paar organisierte Ausflüge für die Hafenstadt Heraklion, aber wir wollten einfach nur etwas durch die Innenstadt bummeln und haben deshalb Heraklion auf eigene Faust besucht. Vom Hafen in die Stadt benötigt man zu Fuß rund 30 Minuten. Es gibt aber auch Taxis und Busse. Sehr schön fanden wir die Ufer-Promenade. Ist man erst mal angekommen in der City, findet man hier alles, was man zum Bummeln und Geldausgeben benötigt. Darüber hinaus kann man sich auch noch etwas Wellness gönnen und die Füße von den -ich nenne sie gerne – Knabberfischen (sie heißen aber eigentlich Kangalfische) ab 10,- Euro verschönern lassen. Mehr Infos zur Pediküre mit Fischen gibt es zum Beispiel hier.

Zweiter Seetag: Wir schauen ein bisschen hinter die Kulissen

Weihnachts-Kreuzfahrt mit der MSC FantasiaWenn immer sich die Möglichkeit bietet, machen wir eine Schiffsführung mit. Auch auf der MSC Fantasia wird so eine Schiffs-Tour angeboten. Die Schiffsführung dauerte etwa 2,5 Stunden und kostete inklusive einem abschließenden Mittagessen rund 40,- Euro pro Person. Für den Preis eine lohnende Sache, wenn man zum Beispiel mal sehen möchte, wo das viele Essen jeden Tag zubereitet wird und wo die ganzen Vorräte gelagert werden. Das Highlight der Führung war der Besuch des exklusiven Yacht Clubs, jenem Bereich des Schiffes, der nur Passagieren mit der entsprechenden Buchung oder besser mit dem nötigen Kleingeld vorbehalten ist.

Dritte Station: 2 Tage in der israelischen Hafenstadt Haifa

Weihnachts-Kreuzfahrt mit der MSC FantasiaDa wir Haifa inzwischen auch schon ganz gut kennen, haben wir uns dazu entschieden, den ersten Tag für unsere eigene Erkundung zu nutzen. Diesmal bewältigten wir den Berg Karmel – wo auch die hängenden Gärten sind – nicht zu Fuß, sondern nutzten einen der inzwischen kostenfrei angebotenen Busse, die direkt am Hafen abfahren und einige interessante Punkte wie zum Beispiel die größte Shopping-Mall von Haifa anfahren. Es ist jetzt nicht der klassische Hop On- und Hop Off-Bus, wie man ihn zum Beispiel aus Athen kennt, sondern eher eine kostenfreie Bus-Stadtrundfahrt mit einer Englisch sprechenden Begleitung. Aber auf Wunsch kann man an den angefahrenen Punkten den Bus auch verlassen. Alternativ kann man auch vom deutschen Viertel aus mit dem Bus 36 auf den Berg und in die richtige City von Haifa fahren. Denn erst auf dem Berg bzw. hinter dem Berg, vom Hafen aus gesehen, beginnt sich das wahre Haifa zu präsentieren. Hier noch ein paar weitere Informationen zu Haifa.

Wer aber zum ersten Mal das Heilige Land Israel besucht, kommt eigentlich an dem ganztägigen Ausfug nach Jerusalem und Bethlehem nicht vorbei. Etwas abhängig von der aktuell politischen Situation gehört zu diesem Ausflug fast immer auch ein Besuch der Geburtskirche in Bethlehem, dem Geburtsort Christi. Einziges Manko an diesem Ausflug: Pro Erwachsenen kostet der Ausflug rund 100,- Euro inkl. Mittagessen und einer deutschsprachigen Begleitung. Kinder zahlen meistens 2/3 des Normalpreises. Wir haben diesen Ausflug auch schon gemacht und es nicht bereut, wenngleich der Komplettpreis natürlich für eine Familie nicht gerade gering ist.

Weihnachts-Kreuzfahrt mit der MSC FantasiaAm 2. Tag haben wir dann einen organisierten Ausflug in Haifa und zu der antiken Stadt Akko gemacht. Das Ganze dauerte knapp 6 Stunden und war mit rund 46,- Euro noch im überschaubaren Kostenrahmen. Während des Ausflugs haben wir zum Beispiel das Karmelitenkloster Stella Maris besucht und einen herrlichen Blick von den hängenden Gärten aus auf den Hafen von Haifa genießen dürfen. Als Höhepunkt besichtigten wir die unterirdische Kreuzritterstadt in Akko inklusive Erkundung des Fluchttunnels der Templer.

Vierte Station: Piräus oder besser Athen

Weihnachts-Kreuzfahrt mit der MSC FantasiaDa wir die Akropolis schon auf einer unserer früheren Kreuzfahrten besucht haben und am 25. Dezember auch in Athen fast alle Geschäfte wegen Weihnachten geschlossen waren, nutzten wir einen der Hop On- und Hop Off-Busse, um einfach und stressfrei eine kleine Runde durch Athen zu drehen. Diese Hop On- und Hop Off-Busse sind sehr praktisch, weil man einfach ein Tagesticket für ca. 20,- Euro pro Person kauft, und damit an den Busstationen entlang der Fahrtroute so oft ein- und aussteigen kann, wie man möchte. So kann man Athen recht einfach etwas auf eigene Faust erkunden. Kleiner Hinweis: Die rote Buslinie hat direkt vor der Akropolis eine Bushaltestation und man findet diese Hop On- und Hop Off-Busse direkt am neuen Hafenausgang.

Fünfte und leider schon letzte Station: Civitavecchia oder besser Rom

Weihnachts-Kreuzfahrt mit der MSC FantasiaDas Wetter war genial, blauer Himmel und strahlender Sonnenschein. Also haben wir einen Landgang auf eigene Faust nach Civitavecchia gemacht. Also wer etwas Bummeln und das eine oder andere Einkaufen möchte, der sollte auf jeden Fall mal die Innenstadt von Civitavecchia besuchen. Wir waren am Anfang etwas skeptisch, da wir einen Tag zuvor bei einer Dia-Show gesagt bekommen haben, dass es sich nicht lohnen würde, in die Stadt von Civitavecchia zu gehen, denn es gäbe einfach nichts zu sehen. Im Nachhinein denken wir, man wollte die Passagiere etwas abschrecken und dazu bringen, dass sie mehr von den kostenpflichtigen Ausflügen nach Rom buchen. Also, wer keine Lust auf Rom hat, sollte sich nicht von entsprechenden Aussagen an Bord abschrecken lassen und auf jeden Fall einen Landgang machen, um die Stadt Civitavecchia etwas zu erkunden. Der Landgang an sich kostet ja auch kein Geld und etwas Bewegung tut meistens auch ganz gut :-)

Gesund zurück in Genua geht’s zur Ausschiffung

Weihnachts-Kreuzfahrt mit der MSC FantasiaPünktlich erreichten wir am Ausschiffungstag den Hafen von Genua. Etwas unglücklich fanden wir, dass man sich recht früh im Theater (dem Sammelpunkt) einfinden sollte. Ohne extra Durchsagen war das zweite Frühstück dadurch etwas schwierig, aber ohne zweites Frühstück bin ich auch nicht so gut ertragbar :-) Deshalb gingen wir kurz vor dem Verlassen des Schiffes getrennt noch mal kurz in das Buffet-Restaurant, um uns für die Rückfahrt etwas zu stärken.

Nachdem wir das Schiff dann verlassen hatten, mussten wir leider noch knapp 2 Stunden auf unseren Bus warten, der uns zurück nach Deutschland gebracht hat. Als Highlight auf der Rückfahrt durften wir dann sogar noch jede Menge Schnee in den Schweizer Bergen bewundern.

Unser Fazit

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Gerade in Anbetracht des sehr günstigen Preises und des unfassbar guten Wetters für Ende Dezember haben wir eine sehr schöne Weihnachts-Kreuzfahrt erlebt. Sehr positiv fanden wir, dass man es an Bord der MSC Fantasia mit dem Auf-Weihnachten-Machen nicht so extrem übertrieben hat. Wer also über Weihnachten mal etwas anderes sehen möchte, der macht mit einer Kreuzfahrt im Mittelmeer nicht viel falsch. Lediglich das Wetter kann im Dezember auch mal etwas schlechter sein. Aber wer jetzt bei Ausflügen nicht unbedingt 30 Grad oder mehr braucht, ist vielleicht auch ganz froh darüber, wenn es nicht zu warm ist. Und dieses Jahr wollen wir mal schauen, ob wir bei einer Sylvester-Kreuzfahrt – fehlt uns noch in unserer Sammlung – auch so viel Lastminute-Buchungsglück bei e-hoi haben, wie bei unserer Weihnachts-Kreuzfahrt.

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